produces an illusion

of action from a rapid succession of static pictures

Rezension
Beinarbeit war das, echte Beinarbeit

Beinarbeit war das, echte Beinarbeit

“Im Supermarkt kaufte er stapelweise Steinofenpizza, die er zu Hause ungeschickt aus den feuchten Kartons schälte. Manchmal reihte er sich bei McDonald’s in die Schlange. Was schmeckt denn hier besonders gut, fragte er ein Mädchen […].” Annette Pehnt: “Ich muß los”, Roman, 125 Seiten, München 2001. Als ein moderner Bartleby wird er vorgestellt, der aufhört...
Kleines Mädchen, Böse Welt

Kleines Mädchen, Böse Welt

Nach über 15 Jahren ein Blick zurück auf die Protagonsten des damaligen deutschen Literaturwunders. Dieses Mal Zoe Jennys Blütenstaubzimmer/Teil1 
Manchmal kommen sie wieder...

Manchmal kommen sie wieder…

Spiel, Satz, Match Kessel. Martin Kessels “Herrn Brechers Fiasko” wurde vor 11 Jahren neu veröffentlicht, blieb danach weiterhin unentdeckt, schlägt dabei doch Döblins Mummenschanz “Berlin Alexanderplatz”. Dillmanns großer Verriss.
Als der Postbote meinen Kopf überfuhr

Als der Postbote meinen Kopf überfuhr

Das Enttäuschende zuerst: mit Bierdosen hat hier kaum etwas tun und Bäume kommen nur am Rande vor. Brady Udall: “Der Bierdosenbaum”, Roman, aus dem Amerikanischen von Henning Ahrens.
In der Absicht ist alles

In der Absicht ist alles

Sándor Márai, 1900 geboren und 1989 von eigener Hand aus dem Leben geschieden, veröffentlichte “Die Glut” 1942. Äußerlich unbeeindruckt vom ansetzenden Weltenbrand, zeichnet er ähnlich wie Schnitzler in seiner genialischen Novelle “Leutnant Gustl” die Befindlichkeit einer ausgehenden Epoche am Innenleben eines Offiziers nach. Sándor Márai: “Die Glut/A gyertyák csonkig égnek”, Roman, 219 Seiten, München 2001/Budapest 1942,...
REST of 12

REST of 12

Bestenlisten feiern andere ab. Wir kümmern uns um den Rest.
Pfefferminzlikör heiß - mit Sucko!

Pfefferminzlikör heiß – mit Sucko!

Als “Spezialisten der Verunsicherung” bezeichnet das Feuilleton den Schriftsteller Georg Klein und entledigt sich damit reibungslos Autors und Werks. Eine weiterführende Kritik scheint nicht nötig zu sein und Klein wird lieber der Lorbeer geflochten.
Wozu erscheinen, wenn du auftreten kannst?

Wozu erscheinen, wenn du auftreten kannst?

Jeder hat seinen Ziggy Hero. Einer zu dem aufgeschaut wird, der sich abseits des Mainstreams bewegt, charismatisch eine Gefolge erzeugt und das Versprechen auf ein Sein außerhalb der reglementierten Gesellschaft lebt. Die meisten Ziggys enden fünfzigjährig
Phoksoliva?

Phoksoliva?

Michael Frayn kommt mit einem neuen Roman: “Willkommen auf Skios/Skios”. Was zu Vexierspiel  und spielbarer Vorlage für eine beißende Satire über Gesellschaft und Wissenschaftsbetrieb taugt, bleibt in den Kulissen hängen, der Biss stumpf. 
And the fruit is thinking: What a character!!

And the fruit is thinking: What a character!!

Die Zehnerjahre arbeiten sich wie die Nullerjahre an Vintage und Retro ab, wobei abseits der modischen Oberflächenrecherche der Wunsch nach Tiefe bleibt, der Wunsch nach Erklärungen und vor allem nach Fragen.
Typographische Techniken

Typographische Techniken

„MR Albert ist kein Spielverderber weil er auch mal Spaß versteht. Andauernt sezt er Gloria und mich auseinander aber nie die Jungs. er macht immer Witze mit den Jungs und nicht mit den Mätchen. er meint wohl wir wären ein Stückdreck. Ich finde das ist er selber“  B. S. Johnson: “Albert Angelo”, Roman, aus dem...
Train noir

Train noir

“Train, sein richtiger Name lautete Lionel Walk Jr., war schon immer ein Einzelgänger gewesen. Die anderen Caddies machten sich im Schuppen über ihre Taschen [die weißen Golfer] lustig, äfften nach, was sie sagten und wie sie sich abkasperten, aber wenn sie erst das Bag über ihre Schulter wuchteten, hieß es nur. Och “Jawohl, Sir” und...
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