Nach über 15 Jahren ein Blick zurück auf die Protagonsten des damaligen deutschen Literaturwunders. Dieses Mal Zoe Jennys Blütenstaubzimmer/Teil1
Das erste richtige Problem fängt für die 39-jährige Doris damit an, dass sich ihr jahrelang treu ergebener Mann, der in ihrem Leben nur noch die Rolle einer nie vorhandenen Putzfrau ersetzt, von ihr scheiden lassen will. Da scheinen die zahlreichen Affären, heimlichen Urlaube und Schwarzgeldanlagen doch nicht so professionell vertuscht, wie sie einst geglaubt hat....
Kaffe-Sahne – durchaus gut. Oben braune – unten weiße Schokolade, zumindest etwas, das so aussieht und schmeckt für einen, der noch nie Schokolade gegessen hat. Es sei ja nicht selbstverständlich, was man tue, ein kleines Dankeschön für die Mühe und außerdem, unausgesprochen schwingt mit, man sei ja was schuldig. Ich möchte keine Merci-Vorratspackungen mehr!
Spiel, Satz, Match Kessel. Martin Kessels “Herrn Brechers Fiasko” wurde vor 11 Jahren neu veröffentlicht, blieb danach weiterhin unentdeckt, schlägt dabei doch Döblins Mummenschanz “Berlin Alexanderplatz”. Dillmanns großer Verriss.
“Ways” by Franca Leyendecker
Das Enttäuschende zuerst: mit Bierdosen hat hier kaum etwas tun und Bäume kommen nur am Rande vor. Brady Udall: “Der Bierdosenbaum”, Roman, aus dem Amerikanischen von Henning Ahrens.
Sándor Márai, 1900 geboren und 1989 von eigener Hand aus dem Leben geschieden, veröffentlichte “Die Glut” 1942. Äußerlich unbeeindruckt vom ansetzenden Weltenbrand, zeichnet er ähnlich wie Schnitzler in seiner genialischen Novelle “Leutnant Gustl” die Befindlichkeit einer ausgehenden Epoche am Innenleben eines Offiziers nach. Sándor Márai: “Die Glut/A gyertyák csonkig égnek”, Roman, 219 Seiten, München 2001/Budapest 1942,...
Zoetrope sorgte auch 2012 wieder für viel Furore und Aufsehen. Die dritte Krampen-WM im Juni, unser Flashmob in Ancorage – vor allem das Kopenhagener Symposium im Oktober brachten Beachtung. Die internationale Presse wollte das Phänomen nicht aussparen und widmete uns einige Headlines. Wöchentlich erreichten uns zudem ihre frohsinnigen Kommentare, die wir fleißig sammelten und zum...
Bestenlisten feiern andere ab. Wir kümmern uns um den Rest.
Obama ist wiedergewählt, die Grünen haben urabgestimmt und Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen. Ein Blick auf Politiker durch die Augen und Finger einer Malerin. Olga Kuvsinova.
Als “Spezialisten der Verunsicherung” bezeichnet das Feuilleton den Schriftsteller Georg Klein und entledigt sich damit reibungslos Autors und Werks. Eine weiterführende Kritik scheint nicht nötig zu sein und Klein wird lieber der Lorbeer geflochten.